Hilfsorganisation

In Pötzen ist durch eine spontane private Hilfsaktion eine tolle Spendenaktion entstanden.
Susanne Böker und Elisabeth Warnecke haben mit vielen Helfern und Unterstützern eine Hilfsaktion ins Leben gerufen, die ursprünglich als Ukrainehilfe gestartet ist, aber letztendlich für alle offen steht.
Ich hatte das Glück, mit Susanne Böker und Elisabeth Warnecke über die Aktion zu sprechen.

Andreas: Liebe Susanne und Elisabeth, Vielen Dank für Eure Zeit und Euer Engagement, hier zu helfen. Was hat Euch dazu bewegt, diese Aktion ins Leben zu rufen und seit wann betreibt ihr diese?

Susanne & Elisabeth: Als am 24.02. der Krieg in der Ukraine begann und die vielen Hilfesuchenden auch nach Pötzen gekommen sind, haben wir uns gedacht, da müssen wir helfen. Einige aus unserem Ort sind sofort an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren, um Hilfsgüter hin- und Menschen in Sicherheit zurückzubringen.
Anfangs haben wir Hilfsgüter zuhause gesammelt und als wir dann mehr Platz benötigten, kam dann eine freie Garage der freiwilligen Feuerwehr in Pötzen dazu. Aus Tischen in der Garage wurde ein Zelt. Auch hier ein großer Dank an die Feuerwehr, die uns den Platz im Außenbereich dafür zur Verfügung stellt.

Andreas: Woher wisst ihr denn, wer welche Dinge dringend benötigt, und an welchen Dingen es immer noch fehlt?

Susanne & Elisabeth: Wir sind mit mehreren Hilfsgruppen vernetzt, es gibt 5 – 6 Gruppen mit teilweise über 100 Helfern, die Flüchtlinge betreuen, dadurch bekommen wir die Infos über die benötigten Dinge, können dann prüfen, was wir zur Verfügung haben und können dann die Sachen verteilen. Genauso funktioniert das auch in die andere Richtung.
An erster Stelle steht nach wie vor Wohnraum für Flüchtlinge, davon gibt es leider nicht genügend. Ist dann eine Wohnung gefunden, muss diese auch eingerichtet werden. Möbel, Küchen, etc. fehlen uns schon. Wir hatten vor kurzer Zeit in einer Woche 5 Wohnungen eingerichtet.
Was immer benötigt wird, sind Sommerbekleidung, Kinderschuhe, Koffer, Taschen, Sportschuhe, Lebensmittel, Hygieneartikel, usw. Wir haben auch in Hameln und in Hessisch Oldendorf in großen Supermärkten auf unsere Aktion hingewiesen und sammeln dort auch Lebensmittel. Ganz wichtig sind auch medizinische Produkte wie Schmerztabletten, Verbandskästen; eben alles, was Krankenhäuser benötigen.
Alle diese Dinge werden dann wieder von Unterstützern mit Eigentransporten an die polnisch-ukrainische Grenze transportiert und an Hilfstransporte in die Ukraine weitergegeben.

Andreas: Ich vermute, dass ihr für eure Aktionen auch sehr viel Unterstützung benötigt. Was funktioniert hier gut und auch weniger gut?

Susanne und Elisabeth: Ja, auf jeden Fall. Wir werden von vielen Personen unterstützt, die bei uns Sachspenden abgeben und uns auch tatkräftig unterstützen. Die Dorfgemeinschaft Pötzen e.V. unterstützt uns und hier haben wir auch ein Spendenkonto eingerichtet. Das funktioniert hervorragend. Ebenso ist die Abstimmung mit der Stadtverwaltung in Hessisch Oldendorf in allen Fragen sehr gut, Unterstützung von Übergangswohnungen, Anträge ausstellen und, und und….
Wir freuen uns auch immer über Sachspenden, aber wenn diese z. B. nachts auf dem Hof oder in dem Zelt einfach abgelegt werden, dann ist das nicht hilfreich für uns. Besser zu den aktuellen Öffnungszeiten vorbeischauen oder uns anrufen, wenn die Zeiten nicht passen sollten.
Eins ist auf jeden Fall sicher, unsere Türen stehen jedem offen.
Wir öffnen unsere Türen immer jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 17.00 – 18.30 Uhr am Feuerwehrhaus in Pötzen und sind telefonisch erreichbar.
Es tut nicht nur gut zu helfen - ganz nebenbei hat uns ein Spender bestätigt: „Unsere Dorfgemeinschaft macht wieder richtig Spaß – Vielen Dank".

Andreas: Liebe Susanne, liebe Elisabeth, dem möchte ich mich gerne anschließen. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz und für diese tolle Aktion. Ebenso ein großes Dankeschön auch an Sascha Warnecke und alle Mitwirkenden, die euch bei dieser Aktion unterstützen.

Kontakt:
Elisabeth Warnecke, Tel: 0176 30691596
Susanne Böker, Tel: 0176 99352731

Wir freuen uns, dass auch in Fischbeck, Bensen und Höfingen Familien Flüchtlinge aufgenommen haben und sie versorgen. Zum Gottesdienst am Ostersonntag haben wir alle uns bekannten Flüchtlingsfamilien eingeladen. Dank ehrenamtlicher Unterstützung konnten wir ein Text- und Liedblatt in ukrainischer Sprache ausgeben.
                                                                                                                       
                                                                                                                            Andreas Diekmann

 

Mittagstisch in der Scheune

„Ich liebe, zu tafeln am lustigen Ort,
ich kost und ich schmecke beim Essen“
(J.W.v.Goethe)

Der Mittagstisch in der Scheune beginnt wieder!
Durch Corona und den Wegzug unserer Organisatorin Annette Schulla
mussten wir erstmal pausieren.
Zum Glück hat sich mit Rita Wolter aus Höfingen eine Nachfolgerin gefunden.
Und so freuen wir uns alle auf den Neustart seit dem 18. Mai.
Wer daran teilnehmen möchte, melde sich bitte unter Tel 8580 an.
Genauso wer Interesse hat mitzuhelfen kann sich an dieselbe Nummer wenden.
Wir freuen uns auf Sie!
                                            Ihr Mittagstischteam mit Pastorin Dayana Gronau

 

Erweiterung des Gemeinschaftlichen Pfarramtes Wesertal

Wir als Gemeinde sind nicht allein, sondern arbeiten seit über zehn Jahren in enger Abstimmung im Verbund mit den Kirchengemeinden Hessisch Oldendorf, Großenwieden und Weibeck-Krückeberg zusammen.
Die Kooperation heißt:  Gemeinschaftliches Pfarramts Wesertal und wir nennen sie einfach GPW.
Bei aller Zusammenarbeit bleiben die Gemeinden selbstständig, teilen aber einzelne pfarramtliche Aufgaben miteinander – so zum Beispiel die Konfirmanden- und Jugendarbeit und Teile des Besuchsdienstes und der Seniorenarbeit.
Wir feiern zuweilen besondere Gottesdienste gemeinsam oder veranstalten gemeinsame Aktionen und Feste.
Da ist zum Beispiel der Blues-Gottesdienst zum Buß- und Bettag inzwischen Tradition,
die sogenannte Lange Nacht der Kirchen,
die Wesertaljugendnacht oder andere Festivitäten.
Wir teilen aber auch andere Aufgaben.
So übernehmen Pastorin oder Pastor einer Gemeinde Aufgaben in der Nachbargemeinde und umgekehrt. Das klappt gut.
Für einzelne Aktionen oder Arbeitsbereiche haben wir eine gemeinsame Finanzierung vereinbart und haben dafür einen gemeinsamen Haushalt.
Die Kirchengemeinden Deckbergen und Segelhorst wollten nun dem GPW beitreten.
Das haben alle Kirchenvorstände ausführlich beraten und aufgeklärt, was das mit sich bringt. Am Ende steht nun das erweiterte GPW mit nunmehr sieben Gemeinden.
Die weitere Kooperation wird nun beraten. Dabei bemühen wir uns, auch weiter in die Zukunft zu blicken, um schon heute rechtliche und inhaltliche Voraussetzungen zu schaffen, um gewappnet zu sein.
Ein Verband dieser Gemeinde könnte dafür eine gute Grundlage sein.
Erstmal freuen wir uns, nun eine größere Gemeinschaft unserer Kooperation zu sein und begrüßen die Gemeindeglieder der hinzugekommenen Gemeinden ganz herzlich.
                                                                                                                Pastor Matthias Voigt

 

 

Vorstellung Pastorin Miriam Folkerts

Mein Name ist Miriam Folkerts.
Nach meinem Vikariat in Langenhagen und dem anschließenden Examen bin ich seit dem 1. März die neue Pastorin in den Kirchengemeinden Deckbergen und Segelhorst.
Dies ist meine erste Stelle als Pastorin. Aber das Leben im Pfarrhaus fühlt sich für mich schon sehr vertraut an, weil auch mein Vater Pastor war und ich so bereits auf viele Jahre im Pfarrhaus zurückblicken kann. Aufgewachsen bin ich in der Gegend um Göttingen herum. Nach meinem Abitur zog es mich dann nach Berlin, wo ich zunächst Chemie und anschließend Theologie studiert habe. Zwischenzeitlich habe ich außerdem ein Jahr in Jerusalem gelebt.
Nach den vielen Jahren des Stadtlebens bin ich sehr glücklich, nun wieder aufs Land zurückzukehren. Im Gepäck habe ich dabei meinen Mann und unsere beiden Söhne, die bereits fleißig dabei sind, ihre vielen Ideen für den riesigen Pfarrgarten endlich in die Tat umzusetzen.
Mir selbst geht es nach der langen Zeit in Studium und Ausbildung in gewisser Weise ähnlich und ich freue mich sehr, nun endlich loslegen zu können. Am Pfarrberuf schätze ich vor allem seine Vielseitigkeit und Offenheit. Ich finde es großartig, durch meine Arbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen jeden Alters in Kontakt zu kommen und dabei wichtige Momente in ihrem Leben mitzuerleben und persönlich begleiten zu dürfen.
Gemeinde ist für mich ein Ort, der dadurch lebendig wird, dass Menschen ihn mit ihren verschiedenen Gaben und Talenten mitgestalten und damit einen Ort der Gemeinschaft schaffen, an dem der Glaube als tragende Kraft im Alltag spürbar wird. Aufgrund dieses Gemeindebildes bin ich ausgesprochen glücklich über den Beitritt der Kirchengemeinden Deckbergen und Segelhorst zum Gemeinschaftlichen Pfarramt Wesertal. Während meines Vikariats ist mir noch einmal bewusst geworden, wie sehr ich die Arbeit im Team schätze. Und so freue ich mich darauf, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.
Auf eine gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit!

Es grüßt Sie herzlich                  Pastorin    Miriam Folkerts

 

 

Abschied von Hanna Himstedt

Wir trauern um eine der treuesten Mitarbeiterinnen unserer Kirchengemeinde. Vielleicht um diejenige, die sich länger als alle anderen in den Dienst der Gemeinde gestellt hat.
Jahrzehnte lang war sie im Kirchenvorstand, viele Jahre im Vorsitz; in vielen Kreisen und Gruppen hat sie tatkräftig mitgearbeitet und Verantwortung getragen. Sie ist – nicht nur in den Sünteldörfern – vielen eine gute Zuhörerin und Seelsorgerin gewesen. So auch mir.
Zweierlei fällt mir besonders ein: Hanna Himstedt hatte einen guten Blick für das Ganze. Sie hat gesehen, was zum Gelingen eines Vorhabens noch zu machen ist, an wen oder an was noch zudenken ist. Sie hat sehr viele Beschlüsse und unzählige Aktionen auf den Weg gebracht.
Das andere: Sie war eine Frau der Tat mit unglaublicher Energie. Auf Konferfahrten und bei Jubelkonfirmationen hat sie für große Gruppen eingekauft, gekocht und abgewaschen, gebügelt und unzählige Gottesdienste mitgestaltet.
Gerade erst hat sie die Verantwortung für den Mittagstisch in der Scheune abgegeben – aus gesundheitlichen Gründen.
Bis zuletzt ist sie vielen in der Gemeinde und mir persönlich Beraterin und Freundin gewesen.
Wir haben ihr viel zu verdanken - und wir danken Gott für all Ihr Tun.
Auch so, vielleicht gerade so, wird das Evangelium recht verkündigt.
Gott nehme sie auf in seinen Himmel, erfülle und vollende ihr Leben.
Wir beten für ihren Mann und ihre Familie.
Im Namen der Gemeinde und des Kirchenvorstands                                            Pastor Matthias Voigt

 

 

Pfingst- und Tauffest an der Weser

Am 05. Juni um 11.00 Uhr feiern die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden des Wesertals (Deckbergen, Fischbeck, Fuhlen, Großenwieden, Hes-sisch Oldendorf, Segelhorst und Weibeck-Krückeberg) gemeinsam Pfingsten.
Nahe der Fähranlegestelle wird ein Pfingstfestgottesdienst gefeiert, zugleich als Tauffest an der Weser.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Anschließend bieten wir einen Imbiss und Getränke an.
Jugendliche und Erwachsene, die getauft werden möchten und Eltern, die eine Taufe ihres Kindes wünschen, können sich bzw. ihr Kind bis zum 9. Mai in den Gemeindebüros anmelden.
Bitte merken Sie sich vor:
Am Donnerstag, 19. Mai besteht von 14.30 bis 19.00 Uhr die Möglichkeit, im Gemeindehaus Am Kirchplatz in Hessisch Oldendorf eine Taufkerze zu gestalten. Kerzen und Gestaltungsmaterial werden gestellt. Das Angebot gilt für die Täuflinge (bzw. Eltern, Paten oder Geschwister) aller sieben Gemeinden.
Bei starkem Regen wird der Taufort in die Kirchengemeinden verlegt.
                                                                                                                              Pastor Matthias Voigt